Winterhartes Basilikum

… gibt es leider nicht! Das liegt einfach in der Natur des Basilikums. Auch wenn winterhartes Basilikum bei den meisten Gärtnern und Köchen wohl auf Platz 1 der Einkaufliste stehen würde. Basilkum, egal welcher Sorte, ist eine Sonne und Wärme liebende Pflanze, die – je nach Sorte – bei Temperaturen um die 10 oder 15 Grad mit Wachstumsstockungen bis hin zu einem kompletten Wachstumsstopp reagiert. Dauerhafte Temperaturen unter 10 Grad und Lichtmangel werden oftmals mit einem Hinübergleiten der Pflanze in die Anderswelt quittiert. Und Frost verträgt eine Basilikum Pflanze schon mal gar nicht – auch nicht ansatzweise. Auch wir haben jahrelang vergeblich versucht, einjähriges Basilikum zu überwintern oder durch Stecklinge im Winter neu zu “erschaffen”. Schade eigentlich, denn wer hätte nicht auch im Winter Verwendung für diese tolle Heilpflanze und dieses einzigartige Gewürz? Gerne hätte wir eine solche Rarität in unserem Sortiment aufgenommen und unseren Kunden angeboten, doch leider gibt es kein winterhartes und frostfestes Basilikum. Es gibt allerdings eine Alternative, doch dazu später mehr.

Das natürliche Verbreitungsgebiet und die Herkunft des Basilikum liegt der Regel in tropischen und subtropischen Regionen (Afrika, Asien), in denen fast permanent um die 25 Grad herrschen. Da wird einem schnell klar, warum das Basilikum bei uns friert und es gerne warm und geschützt steht. Jahrelang haben Gärtner durch Abhärtung und Züchtung versucht das Basilikum robuster gegen Kälte und damit auch winterhart und frostfest zu machen, doch ohne Erfolg, denn Kälte ist wider die Natur des Basilikums und Natur sollte man nicht zwingen. Sicher hat schon mal der ein oder andere versucht im Herbst Stecklinge seines geliebten Küchenkrautes zu machen auch wir), um im Winter erneut ernten zu können und dabei festgestellt, dass die Stecklinge nicht so recht wachsen wollen oder schlichtweg eingehen. Und das liegt nicht nur an den Temperaturen, sondern auch insbesondere am Sonnenstand, der im Winter viel niedriger ist, der Sonnenscheindauer, die im Winter viel kürzer als im Sommer ist sowie der Lichtintensität und Farbpalette des Lichts, die im Winter viel geringer sind und dadurch kontraproduktiv auf die Photosynthese des Basilikums wirken.

Das bekannteste und wohl beliebteste Basilikum, welches in der Küche verwendet wird, ist das einjährige italienische Genoveser mit dem typischen Nelkenaroma und grünen Blättern. Die Pflanzengattung Basilikum (Ocimum) hat viele Verwandte auf der ganzen Welt, die sich in Wuchsform, Wuchshöhe, Aussehen, Geschmack, Haltbarkeit und Standortansprüchen unterscheiden. So gibt es neben dem einjährigen Genoveser Basilikum auch mehrjährige Strauchbasilika. Und genau hier liegt die Lösung des “Problems”.

Strauchbasilika unterscheiden sich in vielen Punkten von einjährigen Basilika. Wie schon der Name verrät, wächst ein Strauchbasilikum buschig, denn es verzweigt sich jedes Mal nach dem Schnitt über der Blattnode und der Stamm verholzt. Einjähriges Basilkum kann zwar auch etwas buschiger gehalten werden, doch braucht man für eine Pflanze viele Saatkörner, da aus einem Saatkorn nur ein Basilikumhalm mit ein paar wenigen Blättern wächst. Damit also das Basilikum so üppig wird, wie wir es aus dem Supermarkt oder von der Gärtnerei kennen, sind viele Samen und eine regelmäßiger Schnitt nötig. Doch oft segnet das Basilikum oftmals genau dann das Zeitliche, wenn man es gerade zu einer schönen buschigen Pflanze erzogen hat. Ganz im Gegenteil zum Strauchbasilikum, wo aus einem einzigen Samen bei richtiger Pflege eine stattliche und kompakte Pflanze werden kann die beständig Blätter nachproduziert.

Strauchbasilikum ist – im Gegenteil zum einjährigen Basilikum – mehrjährig und robuster, wodurch es sowohl im Sommer, als auch im Winter mal weniger Licht und kühlere Temperaturen verträgt ohne Schaden zu nehmen. Es kann problemlos drinnen auf der Fensterbank überwintert und in Maßen sogar auch noch beerntet werden. Die Antwort auf winterhartes Basilikum lautet also mehrjähriges Strauchbasilikum! Wir haben über die Jahre einige Erfahrungen mit Strauchbasilika gesammelt und viel ausprobiert – vom indischen Basilkum “Tulsi” (süßlicher, zimtartiger Geschmack) über das”Wilde Purpur” (sehr strenger, anisartiger Geschmack) bis hin zum Wilden Basilikum (angenehmer und recht milder Geschmack) und zahlreichen anderen Sorten. Sicherlich ist es Geschmackssache, doch richtig zufrieden waren nicht nicht, denn keine dieser Basilikumsorten kam auch nur annähernd an den Geschmack des einjährigen Genoveser Basilikum heran – bis wir kürzlich auf das Russische Strauchbasilikum aufmerksam wurden. Es ist auf der Krim heimisch und daher auch als regionale Alternative zu bevorzugen.

Das Russische Strauchbasilikum ist optisch eine Mischung aus griechischen Strauchbasilikum und dem einjährigen Genoveser Basilikum und geschmacklich absolut mit dem Genoveser Basilikum vergleichbar nur dass der Russische Basilikum ausdauernd und damit mehrjährig ist. Nach langer Suche haben wir nicht nur eine Lösung für winterhartes Basilikum, sondern auch endlich eine köstlich Alternative gefunden: Das Russische Strauchbasilikum! Ab sofort kann diese Pflanze bei uns vorbestellt werden. Die kleinen Pflanzen müssen nur noch etwas wachsen und gehen dann zu ihren neuen Besitzern auf Reise. Dann kommen auch unsere Kunden in den Genuss des mehrjährigen Russischen Strauchbasilikums – Sommer wie Winter!

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