Wermut (Pflanze)

Artemisia Absinthium

3,90 

Typ: Staude

Haltbarkeit: Mehrjährig

Wuchshöhe: 150cm

Liefergröße: 10-15cm

Topfgröße: 9cm

Herkunft: Amerika, Asien, Europa

Standort: Sonnig und trocken

Winterhart: Ja

Vorrätig

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Beschreibung

Der Wermut (auch bitterer Beifuß genannt) ist eine ausdauernde Staude, die oft an Feld- und Wegrändern in der Nähe von Wasserläufen in Eurasien wächst. Ursprünglich vermutlich in Sibirien beheimatet, hat er inzwischen auch regen Eingang in Europa gefunden. Der Wermut liebt trockene und karge Böden und kommt gut mit warmen Temperaturen klar. Der Wermut ist ansonsten recht anspruchslos und widerstandsfähig – egal wie kalt und lange ein Winter war oder wie tief das Kraut auch beschnitten wurde, treibt es im nächsten Frühjahr umso emsiger wieder aus. Im Volksmund heißt es “Wermut hat, wer auch Mut hat”. Dies liegt daran, dass Wermut eigentlich ein bitteres Kraut ist, das nur bedingt oder sehr dosiert für den Verzehr geeignet ist. Auf diese Pflanze geht übrigens auch die Bezeichnung “Wermutstropfen” zurück. Früher hat man nämlich aus dieser Pflanze einen “Kräuterbitter” zur Verdauung fettiger Speisen hergestellt.

Auf Grund seiner Wurzelausscheidungen verträgt sich Wermut leider kaum mit anderen Pflanzen und sollte deshalb für sich alleine stehen oder eine Wurzelsperre erhalten. Mit Johannisbeeren hingegen geht er eine harmonische Symbiose ein und beugt Säulenrost bei den Johannisbeeren vor. Der Wermut vermehrt sich nicht nur nicht über Ausläufer, sondern produziert auch viele Samen, die er gerne fleißig im Garten vertelt. Wer nicht gleich einen ganzen Garten voller Wermut möchte, sollte das Kraut beschneiden bevor die Blüte beginnt und die vielen kleinen Samen freigesetzt werden. Sollten außer dem Johanniskraut noch andere Pflanzen in der Nähe stehen, empfiehlt sich bei Pflanzung eine Wurzelsperre.  Als Symbol für für Schmerz und Bitterkeit zeigt uns der Wermut, dass jeder Wehmütigkeit und jedem Schwermut auch Mut innewohnt – so wie es sich auch von seinem Namen ableiten lässt.

Schon unsere Vorfahren kannten den Wermut als Talisman von Unglück und bösem Zauber. So heißt es etwa im Volksmund, dass wer Wermut bei sich trage, nicht beschrien (=verflucht) werden könne. Weiterhin ist aus dem Volksglauben überliefert, dass Wermut   zum Schutz von Haus und Stall und gegen böse Geister aufgehängt wurde. Sein Geruch vertreibe das Böse und schütze Neugeborene heißt es weiterhin – insb. Räucherungen mit Wermut sollen laut Volksglauben Schwermut sowie negative Energie vertreiben und Mut schenken. Die silbernen Blätter und sein botanischer Name „Artemisia“ lassen heute noch auf die weiblichen Qualitäten des Wermut zurück schließen. Artemisia war die kriegerische Mondgöttin der Griechen, die Herrin der Heilpflanzen, sowie Schutzpatronin der Heilkräuterkundigen aber auch die Beschützerin der Frauen und die  Hüterin der Geburt. Wermut ist recht anspruchslos und widerstandsfähig und eignet sich sowohl für den Freilandanbau im Garten, als auch für die Topfkultur auf Balkon und Terrasse.

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