Stern der Azteken (Pflanze)

3,90 

Typ: Staude

Haltbarkeit: Mehrjährig

Wuchshöhe: 90cm

Liefergröße: 10cm

Topfgröße: 9cm

Herkunft: Mittelamerika

Standort: Halbschattig und feucht

Winterhart: Nein

Giftig: Ja

Lieferzeit: Mitte April bis Oktober

Nicht vorrätig

Artikelnummer: stern-der-azteken-pflanze Kategorie: Schlüsselwort:

Beschreibung

Der Stern der Azteken, hierzulande auch als Weihnachtsstern bekannt, ist ein mehrjähriger Halbstrauch, dessen Urform in der Hochebene Mexikos zu finden ist, wo etwa 2 Grad im Winter und 30 Grad im Sommer herrschen. Je nach Sorte werden sie zwischen 3 und 5m hoch. Die hier angebotene Sorte wird zwar nicht ganz so hoch wie ihre Verwandten in Mittelamerika, doch bei guter und richtiger Pflege kann die Pflanze, wenn sie darf, mit den Jahren auch 1 bis 1,50m werden. Alle Aztekensterne werden bei uns ausschließlich stecklingsvermehrt und stammen von zwei gesunden und kräftigen Mutterpflanzen, die bei uns auch schon ein paar Jahre stehen.

In seiner Heimat ist der Aztekenstern schon seit über 1000 Jahren bekannt und fand erst durch die Kolonisation Eingang in die westliche Welt, wo er später durch die Christianisierung in den bekannten Weihnachtsstern umbenannt wurde. Durch die Industrie wurde der Stern der Azteken dann zu einer seelenlosen Massenware degradiert, der jedes Jahr um die Weihnachtszeit zu billigen Preisen in fragwürdiger Qualität in allen Bau- und Supermarkt verhökert wird. Lang leben müssen sie ja nicht, da man sie jedes Jahr neu kaufen soll – deshalb  gehen herkömmliche Pflanzen schon kurz nach dem Jahreswechsel ein. Es tut uns in der Seele weh mit ansehen zu müssen, wie diese wunderbar dekorative Pflanze jedes Jahr aufs Neue nach Weihnachten sich selbst überlassen und dann einfach wie eine Weihnachtsbaum weggeworfen wird, weil sie ja nur zu Weihnachten optisch ins Haus passt oder bewusst so gezüchtet wird, dass sie schon bald das Zeitliche segnet. Dabei kann uns diese Pflanze bei guter Pflege und dem richtigen Standort ganzjährig abwechselnd mit ihrer grünen und roten Blütenpracht erfreuen und uns damit immer an ihre ursprüngliche Symbolik erinnern.

Die Azteken lebten etwa zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert im heutigen Mexiko und bezeichneten den heute uns bekannten “Weihnachtsstern” ursprünglich als Cuitlaxochitl, was übersetzt so viel bedeutet wie „Lederblume“ (dies ist womöglich auf die lederartige Beschaffenheit der Blätter zurückzuführen). Weil die roten Hochblätter der Pflanze, fälschlicherweise oft auch als “Blüte” bezeichnet, wie ein Stern aussehen, kam die Pflanzen dann später auch zu den Bezeichnungen “Aztekenstern” und “Stern der Azteken”. Und so schmückten die Azteken sogar ihre Tempel mit dieser dekorativen Pflanze, denn sie sahen in ihr ein Symbol neuen Lebens für im Kampf gefallene Krieger. Darüber hinaus diente Cuitlaxochitl den Azteken auch als Heilpflanze und Färbemittel. Seit jeher ranken sich viele Sagen und Mythen um den Stern der Azteken. Die wohl bekannteste Legende dieser außergewöhnlichen Pflanze stammt aus der Zeit des Azteken-Herrschers Montezuma. Es heißt, dass Cuitlaxochitl die Lieblingsblume von Montezuma gewesen sei und dieser geglaubt habe, dass die rote Farbe der oberen Blätter daher rührt, dass diese einst von einer aztekischen Göttin benetzt wurden, welche an gebrochenem Herzen starb. Diese Blutstropfen der aztekischen Göttin ließen also die oberen Blätter des Aztekensterns rot werden. Dieser Mythos verbreitete sich bis nach Europa an die französischen Fürstenhöfen, wo die Pflanze seitdem auch „Stern der Liebe“ (Etoile d`amour) genannt und mittlerweile häufig zum Muttertag verschenkt wird.

Die Bezeichnung “Weihnachtsstern” bekam die Pflanze einst, weil sie im Winter am Häufigsten um die Weihnachtszeit bzw. der Tag-und-Nachtgleiche am 21. Dezember blüht bzw. die roten Hochblätter ausbildet. Dies ist allerdings weder Magie noch ein Zeichen Gottes, sondern schlichtweg darauf zurückzuführen, dass der Stern der Azteken eine sog. Kurztagspflanze ist und der Blühvorgang sowie die Ausbildung der roten Hochblätter erst dann aktiviert werden, wenn die Tage kürzer werden bzw. Tag und Nacht gleich lang sind. Wir empfehlen die Pflanze halbschattig zu stellen, immer leicht feucht zu halten und regelmäßig zu düngen. Sie sollte nicht direkt über einer Heizung stehen und die Temperatur sollte immer zwischen 20 und 22 Grad betragen. Wenn die Pflanze zu groß wird, kann sie beschnitten oder durch Stecklinge verjüngt werden.

Ein wichtiger Hinweis noch zum Abschluss: Der Stern der Azteken gehört wie der Löwenzahn zu den Wolfsmilchgewächsen, das bedeutet, dass der austretende weiße Pflanzensaft (der wie Milch aussieht) giftig ist. Bei Hautkontakt kann er allergische Reaktionen und bei Sonneneinstrahlung eine toxische Reaktion auslösen. Es empfiehlt sich bei der Arbeit mit der Pflanze Einweghandschuhe zu tragen, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und die betroffenen Stellen, die mit der Milch in Kontakt gekommen sind sofort mit Seife abzuwaschen. Doch nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere sind alle Teile der Pflanze giftig – je kleiner das Tier umso gefährlicher ist die Pflanze für dieses Tier. Es empfiehlt sich daher die Pflanze außer Reichweite von Kindern und Haustieren aufzustellen.

Anmerkung: Wir haben unsere Pflanzen schon mehrere Jahre und diese  von Beginn an außer Reichweite von unserer Katze gestellt und es ist noch nie etwas passiert und wir arbeiten sogar auch ohne Handschuhe an der Pflanze und wir hatte nie Beschwerden, doch Vorsicht ist immer besser als Nachsicht  (Kinder sowie Allergiker und Tiere reagieren erfahrungsgemäß auf so Vieles sehr viel sensibler).

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