Rainfarn (Pflanze)

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Beschreibung

Der Rainfarn, auch “Wurmkraut” genannt, ist eine ausdauernde, winterharte krautige Staude aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) mit farnartigen, gefiederten Blättern sowie penetrant riechenden, knopfartigen gelben Blüten von Juni bis September. Die Blüten werden im Volksmund auch “Westenknöpfe” und  “Gülden Knöpfle” genannt, weil sie früher auf Grund ihrer Form und Farbgebung von Kindern als Spielgeld genutzt wurden.

Die Pflanze enthält in allen Teilen (insb. in den Blättern, dem Stängel und den Blüten) stark riechende ätherische Öle (hauptsächlich Kampfer, Borneol und Thujon) sowie Bitterstoffe, welche den penetranten Geruch des Rainfarns verursachen und den Rainfarn zur “Geschmackssache” machen. Einige mögen den intensiven Duft, andere wiederum nicht. Früher wurde die Pflanze in der Volksheilkunde als Wurmmittel genutzt (daher auch der Beiname “Wurmkraut), doch zum Verzehr ist diese Giftpflanze tatsächlich in keinem Fall geeignet. Interessant ist aber, dass die Pflanze im Sommer während der Blütezeit sehr gerne von Fliegen besucht wird. Die Fliegen werden regelrecht von dem penetranten Geruch der Blüten magisch angezogen, während die Fliegen die Pflanze im getrockneten Zustand absolut meiden. Aus diesem Grund hängte man früher getrocknete Rainfarn-Bündel an die Fenster und Türöffnungen. Diese Maßnahme hielt Fliegen fern und sollte laut Volksglauben auch alle störenden Einflüsse und Energie im Haus fernhalten und ggf. harmonisieren.

Rainfarn gehört zu den wenigen Räucherkräutern für eine effektive Insektenabwehr, ist aber auch traditioneller Bestandteil des Wettersegens. Man dekorierte Fenster- und Türrahmen mit dem getrockneten Kraut zum Schutz vor Fliegen und Mücken. Wenn man bedenkt, wie sehr die satten gelben Blüten des Rainfarn im Sommer  auf den Feldern die Fliegen magisch anziehen, kann man sich kaum seine gegenteilige Wirkung vorstellen, wenn er getrocknet wird – aber es ist tatsächlich so! Möglicherweise liegt das an seinem hohen Thujongehalt, weshalb der Rainfarn für Menschen und Tiere giftig und nicht für den Verzehr geeignet ist. Der Rainfarn ist im Volksmund auch als “Unsterblichkeitskraut” oder “Totenkraut” bekannt, denn man räucherte zur Pestzeit intensiv mit Rainfarn die Zimmer der Kranken und Toten zur Desinfektion. Als Teil des Wettersegens sollte der Rainfarn gemeinsam mit Beifuß, Eisenkraut, Johanniskraut und Königskerze als Räucherwerk Unwetter abhalten oder neutralisieren. Insbesondere auf dem Land war dieser Brauch vertreten um die Ernte vor Verlust und Schaden zu schützen. Das Räuchern mit Rainfarn sollte demnach vor Blitzschlag und Hagel bewahren sowie Energievampire, Dämonen und Hexen fernhalten.

Der Rainfarn gehört zur botanischen Familie der Chrysanthemen und ist damit mit dem Mutterkraut verwandt. Es verwundert daher nicht, dass beide ein ähnlich starkes Odeur teilen (wobei der Duft des Mutterkrautes deutlich milder ist), mit dem Unterschied, dass die Blätter des Mutterkrautes in Maßen essbar sind und in der Medizin in konzentrierter Form gegen Migräne eingesetzt werden. Der Rainfarn ist, was den Standort und die Pflege angeht, recht anspruchslos und toleriert harte Winter und Trockenheit, sollte aber immer leicht feucht gehalten werden. Düngen sollte man ihn nicht zu viel, am besten nur einmal im Frühjahr, da er ansonsten zu sehr wächst und sich durch Ausläufer ausbreitet.

Weil der Rainfarn einen penetranten Duft besitzt, der auf viele Menschen und Tiere abschreckend wirkt, was jedoch ein natürlicher Teil seiner Überlebensstrategie ist, steht der Rainfarn im Volksglauben auch für Schutz. Die Duftwolke, welche der Pflanze üblicherweise vorauseilt steht symbolisch für eine erhobene Hand mit abwehrender Geste und will sagen: “Bis hierhin und nicht weiter”. Diese Energie kann man sich zu Nutze machen, wenn man in einer schamanischen Zeremonie den Heiligen Raum abgrenzen oder vor einem Ritual einen Schutzkreis ziehen möchte. Ähnlich wie Beifuß wächst auch der Rainfarn in der Regel am Acker- und Wegesrand, häufig sogar in unmittelbarer Nähe zum Beifuß. Kein Wunder, denn auch der Rainfarn kommt mit einer schwierigen Umgebung zurecht und ist ebenfalls ein Strahlensucher. Hohe Erdstrahlenbelastung als auch Elektrosmog scheinen dem Rainfarn Nichts auszumachen, eher scheint er sich an diesen Plätzen besonders  wohl zu fühlen, was darauf hindeutet, dass der Rainfarn diese negative Energien für sich ins Positive umwandeln kann.

Bei Gärtnern wird der Rainfarn als biologisches Pflanzenschutzschmittel geschätzt, das man leicht selbst herstellen und auf betroffene pflanzen spritzen kann. Auch der NABU weiß auf der Homepage davon zu berichten:  Ein Rainfarn-Sud vertreibt wirkungsvoll Blattläuse. Auch wenn diese Pflanze vielleicht etwas stinkt, sollte sie dennoch nicht im Garten fehlen, wenn man sein Haus vor Fliegen sowie Mücken und seine Pflanzen auf natürliche Weise vor Blattläusen schützen möchte. Andere Insekten scheinen aber recht unbeeindruckt von seiner Giftigkeit zu sein und so wird er auch von vielen Schwebfliegen besucht und dient als Nektar- und Raupenfutterpflanze für viele Nacht- und Tagfalter.

Zusätzliche Information

Gewicht100.00 g
Größe9 × 9 × 9 cm
Typ

Staude

Haltbarkeit

Mehrjährig

Winterhart

bis -30 Grad, Ja

Überwinterung

Frosthart

Winterhärtezone

Z4

Wuchshöhe

120cm

Herkunft

Europa

Wasser
  • Mittel
Licht
  • Sonnig
Topfgröße

9cm

Liefergröße

10cm

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