Mädesüß (Pflanze)

Filipendula Ulmaria

3,90 

Typ: Staude

Haltbarkeit: Mehrjährig

Wuchshöhe: 140cm

Liefergröße: 5-10cm

Topfgröße: 9cm

Herkunft: Asien, Europa

Standort: Sonnig und leicht feucht

Winterhart: Ja

Lieferzeit: Ende März bis Oktober

Vorrätig

Beschreibung

Das echte Mädesüß ist eine ausdauernde krautige Staude, die oft am Uferrand von Flüssen, Bächen, kleinen Teichen und Seen wächst. Sie bevorzugt feuchtes und halbschattiges Klima sowie nährstoffreiche Böden. Ansonsten ist die Pflanze anspruchslos und widerstandsfähig – egal wie kalt und lange ein Winter war oder wie tief das Kraut auch beschnitten wurde, treibt es im nächsten Frühjahr umso emsiger wieder aus. Da sich das Mädesüß eifrig über Wurzeln vermehrt und viele Samen produziert, sollte man es im Garten nicht all zu sehr verwöhnen. Die von Juni bis Juli erscheinenden Blüten duften nach einer Mischung aus Honig und Mandeln (beim Zerreiben riechen sie jedoch eindeutig nach Salicylsäure) und werden seit jeher getrocknet als Duftpotpourri verwendet. Aber auch frisch verströmen die Blüten an sonnigen Tagen ein auffallend starkes und zugleich liebliches Odeur, an dem man die Pflanze schon von weitem erkennen kann.

Auch auf Insekten scheinen Duft und Aussehen der Mädesüß Pflanze eine unwiderstehliche magische Anziehung auszuüben und so ist das Mädesüß im Sommer ein echter Treffpunkt für Insekten und damit eine hervorragende Insektenweide für die unterschiedlichsten Arten (insb. Bienen, Hummeln und Schwebfliegen).

Die Blüten der Mädesüß Pflanze ähneln im Aussehen und Duft ein wenig den Blüten des Holunders, weshalb das Mädesüß im Volksmund auch “Bacholde” genannt wurde. Die gefiederten Blätter in Kombination mit den weißen Blüten und dem süßen Duft lassen das Mädesüß wie ein Engel erscheinen (wobei die Blätter die Flügel bzw. Federn, die weißen Blüten die Schönheit und der Duft Harmonie und Liebe symbolisieren) in dessen Nähe man sich geborgen und behütet fühlt. Manch einer verwechselt das Mädesüß auf Grund der gefiederten Blätter, wenn es noch keine Blütenansätze hat, aber auch mit einem Farn. Dabei ist das Mädesüß relativ leicht von einem Farn zu unterscheiden, denn bei allen Farnarten sind die Blätter viel feiner und zierlicher gefiedert als beim Mädesüß.

Mädesüß ist eine in Europa heimische Wildpflanze, die schon von unseren Vorfahren zu Heilzwecken verwendet wurde. Sie enthält wie auch die Weide einen Inhaltsstoff, der gegen Kopfschmerzen sowie Fieber wirkt und heute als Acetylsalicylsäure verkauft wird. Man nennt sie deshalb auch “Wiesenaspirin”. Angewendet werden hierfür hauptsächlich die Blüten als Tee. Mädesüßblüten haben jedoch auch schweiß- und harntreibende Eigenschaften die insb. für Schwitzkuren bei Erkältungen nützlich sind. In der Volksheilkunde wird dem Mädesüß darüber hinaus entzündungshemmende sowie antirheumatische Wirkung zugesprochen und es soll auch gegen Sodbrennen wirken, indem die übermäßige Produktion von Magensäure gehemmt wird.

Das Mädesüß ist eine liebliche Pflanze die laut Volksglauben von Maria gesät wurde um den Menschen Liebe & Harmonie zu bringen. Auch bei den Kelten stand diese Pflanze einst hoch in Ehren und gehörte gemeinsam mit Brunnenkresse, Eisenkraut und Mistel zu den vier magischen Kräutern. Im Volksmund heißt es “Mädesüß macht Mädchen süß”. Verliebte Mädchen streuten Mädesüß auf den Altar und die Häuser wurden mit Mädesüß ausgestreut um häuslichen Frieden sowie Liebe anzuziehen und zu erhalten. Man sagte ihr aber auch eine Schutzfunktion gegen alles Böse zu und brachte sie in Form der Jungfrau in Verbindung mit der dreifachen Göttin. Mädesüß steht im Volksglauben deshalb symbolisch für Leichtigkeit, Verführung, Neubeginn, Sanftheit, Anmut und Friedfertigkeit.

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