Beifuß (Pflanze)

Artemisia Vulgaris

3,90 

Typ: Staude

Haltbarkeit: Mehrjährig

Höhe: 200cm

Herkunft: Amerika, Asien, Europa

Standort: Sonnig und leicht feucht

Winterhart: Ja

Lieferzeit: Ende März bis Oktober

Vorrätig

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Beschreibung

Der gemeine Beifuß ist eine ausdauernde Staude, die oft an Wegrändern, auf Schuttplätzen und neben Feldrändern wächst. Doch Vorsicht: Wer den Beifuß in der Wildnis sammeln möchte sollte, wissen, dass Verwechslungsgefahr mit der Beifuß-Ambrosie besteht, die allergische Reaktionen auslösen kann. Der gemeine Beifuß liebt trockene und karge Böden und kommt gut mit warmen Temperaturen klar. Der Beifuß ist ansonsten recht anspruchslos und widerstandsfähig – egal wie kalt und lange ein Winter war oder wie tief das Kraut auch beschnitten wurde, treibt es im nächsten Frühjahr umso emsiger wieder aus. Da sich der Beifuß eifrig über Wurzeln vermehrt und viele Samen produziert, sollte man ihn im Garten nicht all zu sehr verwöhnen. Wer nicht gleich einen ganzen Garten voller Beifuß möchte, sollte den Beifuß ggf. mit einer Wurzelsperre auspflanzen und das Kraut beschneiden bevor die Blüte beginnt und die vielen kleinen Samen freigesetzt werden. Beifuß ist eine in Europa heimische Wildpflanze, die schon von unseren Vorfahren zu Heilzwecken verwendet wurde. So wird dem Beifuß eine positive Wirkung bei der Fettverdauung nachgesagt, weshalb man auch heute noch Beifuß vielen fettigen Speisen hinzugibt oder den Beifuß als Fettverdauungstee trinken kann.

Schon die Germanen kannten den Beifuß als „Mugwurz“, was in etwa „Machtwurz“ bedeutet. Zur Mittsommernacht (Litha) flochten die Frauen früher Beifuß zu einem Gürtel um ihn anschließend zu tragen. Sie glaubten, dass dadurch Eigenschaften des Beifuß wie Fruchtbarkeit und Hellsicht auf sie übergehen und der Gürtel alles Schlechte in sich aufnehme. Beifuß gehört darüber hinaus zu den wichtigsten Räucherkräutern von indoeuropäischen und nordamerikanischen Schamanen und gilt als mächtiger Pflanzengeist, welcher zwischen den Welten vermitteln kann. Besonders die Indianer Nordamerikas sagen dem Beifuß nach, dass dieser böse Geister sowie negative Einflüsse vertreiben soll und die Atmosphäre energetisch reinigen kann.

Der Name „Machtwurz“ kommt also nicht von ungefähr, zumal  laut germanischer Mythologie auch die Macht des Donner- und Wettergottes Thor nur auf den von diesem getragenen Beifußgürtel zurückgehen soll. Wer Beifußkraut bei sich trug, dem konnten weder Hexen, noch Dämonen oder der Teufel selbst etwas anhaben und ein über die Haustür aufgehängtes Beifußbüschel, soll Haus und Hof vor Unglück, Blitzschlag, Feuer, bösen Geistern und Hexen schützen. Lediglich die silberne Blattunterseite und sein botanischer Name „Artemisia“ lassen heute noch auf die weiblichen Qualitäten des Beifuß zurück schließen. Artemisia war die kriegerische Mondgöttin der Griechen, die Herrin der Heilpflanzen, sowie Schutzpatronin der Heilkräuterkundigen aber auch die Beschützerin der Frauen und die  Hüterin der Geburt.

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