Hybridpflanzen Einwegpflanzen aus dem Labor

Als “Hybridpflanzen” bezeichnet man künstlich durch Gentechnik veränderte Pflanzen. Umgangssprachlich werden sie auch herabwertend als “Mischlinge” und “Bastarde”  bezeichnet. Hybridpflanzen gehen aus unterschiedlichen Eltern hervor.

Die Kreuzung von unterschiedlichen Arten ist zunächst kein Verbrechen, denn dieser Prozess findet seit Anbeginn der Zeit bis heute unaufhaltsam auch ohne menschliches Zutun in der Natur von selbst durch “Zufall” statt. Dadurch sind in der Evolution die vielen Pflanzenarten über die Jahrtausende überhaupt erst entstanden. Einige Zeit nachdem die Menschheit den Ackerbau entwickelte und mit bewusst mit der Kultivierung von Pflanzen begann, wollten einige Menschen diesen natürlichen Prozess der Kreuzung nicht mehr dem Zufall überlassen und begannen mit der gezielten Züchtung. Ursprünglicher Sinn und Zweck der gezielten Züchtung waren eigentlich die Verbesserung der Ernteerträge und Widerstandskräfte von Obst- und Gemüsepflanzen, später weitete man dann die Züchtung aus, indem man kleine Pflanzen groß züchtete und umgekehrt (wie z.B. Riesen-Tomaten oder Mini-Melonen), verschiedene Blüten- und Blattfarben entwickelte sowie bestimmte Düfte und so weiter und so fort. Über den Sinn und Unsinn der Züchtung kann man geteilter Meinung sein, denn für uns kennt sie auch Grenzen. Immerhin ist eine Züchtung ein massiver Eingriff in die Natur. Doch die traditionelle Züchtung ist Nichts im Vergleich zur neuen Gentechnik, die künstlich erzeugte Pflanzen aus dem Labor hervorbringt. Mit Natur hat das nämlich überhaupt Nichts mehr zu tun, sondern mit “Gott spielen”, indem man die DNA der Pflanzen verändert.

Das große Problem dieser Hybridpflanzen ist die häufige Inzucht, die in der normalen Züchtung niemals stattfinden würde und wider die Natur ist. Sie findet meistens bei Gemüse statt. Die erste Generation einer künstlich durch Gentechnik erfolgten Kreuzung nennt man “Hybride” und sind in der Regel mit “F1” gekennzeichnet. Die “F1” Generation ist anschließend widerstandsfähiger und vitaler als die Eltern, bringen meist auch höhere Erträge und sind sehr einheitlich, was hauptsächlich dem kommerziell ausgerichteten Erwerbsgartenbau und der Landwirtschaft zu Gute kommt. Doch zukunftsträchtig und umweltfreundlich ist diese neue Art der Züchtung in keinem Fall. Denn mit der künstlichen Züchtung im Labor entstehen auch neue Probleme. So kann es beispielsweise zu unerwünschten Kreuzungen mit fatalen Folgen kommen, wenn Insekten die Pflanzen bestäuben. Sie wissen nicht, welche Pflanze ein Hybrid ist und welche nicht und so bestäuben sie beide Sorten oder bringen die Gentechnik über ein Maisfeld auf den eigenen Balkon oder die Terrasse. Dieser Prozess lässt sich weder steuern, noch aufhalten.

Insbesondere wer selber gerne Saatgut gewinnt, um Sorten zu erhalten oder Samen für neue Pflanzen im nächsten Jahr zu gewinnen wird das Nachsehen haben. Es kann nämlich vorkommen, dass im nächsten Jahr nach der erneuten Aussaat des selbst gewonnenen Saatgutes unerwünschte Veränderungen an der eigentlich so tollen Pflanze auftreten, die man sich nicht erklären kann. Zum Einen kann dies, wie bereits erwähnt, durch Kreuzbestäubung entstehen – dann werden nämlich das Erbgut der Mutterpflanze und der Vaterpflanze neu kombiniert und die normale Pflanze ungewollt mit der Gentechnik “infiziert”. Zum Anderen können unerwünschte Veränderungen durch den erfolglosen Versuch entstehen, neue Pflanzen von einer mit “F1” markierten Hybridpflanze durch selbst gewonnenes und wieder ausgesätes Saatgut zu gewinnen. Denn in der nächsten Generation, die auch als “F2” bezeichnet wird, spaltet sich das Erbgut der “F1” Generation wieder in die Bestandteile der Elterngeneration der “F1” und damit der Urgroßeltern der “F2” Generation auf. Das heißt: alle der “F1” Generation angezüchteten Eigenschaften gehen in der nächsten “F2” Generation schon wieder verloren und es können seltsame Veränderungen im Wachstum sowie der Qualität entstehen und der Ertrag bricht drastisch ein. Mann kann Hybridpflanzen demnach nicht selber züchten und muss sie immer wieder neu kaufen oder dessen Samen – wie Einwegflaschen. Eine gute und vor allem beständige Quelle für den Erwerbsgartenbau und Firmen wie Monsanto, die ja kürzlich vom Chemiekonzern BAYER übernommen wurde.  Das ganze System liegt absolut natürlich im Interesse der Saatgut Hersteller und weniger im Interesse des Gärtners.

Im Handel sind diese Hybridpflanzen seit einigen Jahren erhältlich, doch nicht immer gekennzeichnet, denn es besteht keine Kennzeichnungspflicht! Wir finden das eine Täuschung am Verbraucher, doch die Rechtslage sieht leider anders aus. Wenn Hersteller “F1” auf die Etiketten schreiben geschieht dies also absolut freiwillig und kann es durch eine fehlende Kennzeichnung passieren, dass man ungewollt die ein oder andere Hybridpflanze kauft und dies erst viel später oder überhaupt nicht merkt (ist uns privat vor einigen Jahren auch schon passiert).  Insbesondere dann, wenn man dem Händler oder der Gärtnerei gegenüber gutgläubig ist und sich mit dem Thema noch gar nicht auseinandergesetzt hat. Doch wem das einmal ungewollt passiert ist, dem passiert das sicher kein zweites Mal. Aufklärung ist hier das A und O und Jeder sollte sich selbst ausgiebig mit diesem Thema beschäftigen, bevor er Pflanzen kauft. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass hinter dieser neuen Gentechnik eine riesige Lobby steckt, doch im Alltag gestaltet sich das anders, da man nie genau weiß welche Firma oder welcher Hersteller bei Pflanzen oder Saatgut über Umwege hinter der künstlichen Gentechnik und mit der Firma Monsanto in Verbindung steht. Selbst in der Gärtnerei des Vertrauens werden nicht immer alle Pflanzen selbst angebaut und oft von Herstellern eingekauft, die mit Gentechnik arbeiten und über Umwege mit dem Konzern Monsanto verbunden sind. Das ist auch heute noch so.

Wir können nur empfehlen, stets nachzufragen und nur Pflanzen zu kaufen, die von der Gärtnerei des Vertrauens auch wirklich selbst aufgezogen oder gezüchtet wurden. Erhält man keine oder nur eine unklare Antwort – oft ist der Verkäufer nämlich schon überfragt, wenn man wissen will ob es sich um eine Hybridpflanze handelt (haben wir Alles schon erlebt) – raten wir die Finger vom Kauf der Pflanze zu lassen. Wir verkaufen und kultivieren übrigens aus Prinzip keine Hybridpflanzen, beim Kauf in unserer schamanischen Gärtnerei kannst Du Dir also absolut sicher sein, eine natürliche, von Gentechnik freie Pflanze aus schamanischem Anbau zu erhalten! Bei entsprechenden Recherchen lässt sich relativ zügig herausfinden, welche Firmen genau man meiden sollte, weil sie mit Monsanto in Verbindung stehen und Gentechnik anwenden. Selbst Firmen, die wir eigentlich gutheißen und die nicht mit Monsanto in Verbindung stehen, sind inzwischen auf den Zug aufgesprungen und bieten inzwischen auch mit “F1” gekennzeichnete Hybridpflanzen oder Hybridsaatgut an. Daher können wir auch keine Empfehlung, sondern nur den Ratschlag geben, immer genau hinzusehen und sich vorab zu informieren!

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