Erdbeeren Sorten, Reifezeiten und Pflegetipps

Erdbeeren gehören zur Familie der Rosengewächse und zur Gattung “Fragaria” von denen es etwa 20 Arten gibt. Zur bekanntesten Erdbeersorte gehört wohl die wilde Walderdbeere (Fragaria vesca), die im halbschattigen Lagen im Wald oder in Parkanlagen zu finden ist. Viele glauben, dass es sich bei der heutigen Gartenerdbeere um eine eigene Art oder eine Züchtung aus der kleinfrüchtigen Walderdbeere handelt. Richtig ist aber, dass die uns bekannte Gartenerdbeere eine Kreuzung aus der großfruchtigen Scharlach-Erdbeere (Fragaria virginiana) und der Chile-Erdbeere (Fragaria chiloensis) ist, die im Jahr 1750 in der Bretagne entstand. Mit den heimischen Walderdbeeren haben Gartenerdbeeren also nicht wirklich Etwas zu tun – auch wenn sie im entferntesten Sinne botanisch miteinander “verwandt” sind. Die heutigen Erdbeer-Sorten aus dem Handel stammen demnach voraussichtlich von der Urform “Fragaria × ananassa” aus Frankreich ab. Übrigens zählt die Scheinfrucht der Erdbeere genau genommen nicht als Obst, sondern gehört zu den Sammelfrüchten bzw. Sammelnussfrüchten da sich die Samen nicht im Inneren der Frucht sondern wie viele kleine Nüsse Außen auf der Haut befinden.

Erdbeersorten

Mit der Zeit wurden viele Sorten entwickelt, die unterschiedliche Eigenschaften in der Wuchsform, Fruchtgröße, im Ernteertrag, der Erntzeit, der Winterhärte und Resistenzen gegenüber Schädlingen und Krankheiten haben. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen frühen Sorten, mittleren Sorte, späten und immertragenden Sorten im Hinblick auf die Reifezeit und Fruchtbildung. Im Folgenden eine kurze Übersicht der bekanntesten und etabliertesten Erdbeersorten und ihrer Eigenschaften.

Frühe Sorten
Sortelat. BezeichnungReifezeitWinterhartbesondere Eigenschaft
EviraFragaria x ananassa ‘Elvira’Anfang JuniJabevorzugt leichte Böden, große feste Früchte daher gut für Lagerung
Florika ®Fragaria x ananassa ‘Florika®’Ende MaiJamittelgroße Früchte mit Walderdbeer ähnlichem Aroma, robust
HoneoyeFragaria x ananassa ‘Honeoye’Ende MaiJahoher Ertrag aber säuerlicher Geschmack d.h. besser für die Verarbeitung als für den Rohverzehr
OsterfeeFragaria x ananassa ‘Osterfee’Anfang JuniJamittelgroße Früchte, robust, gute Winterhärte
Mittlere Sorten
Sortelat. BezeichnungReifezeitWinterhartbesondere Eigenschaft
Elsanta®Fragaria x ananassa ‘Elsanta®’Mitte JuniJaüppige Ernte, große und gleichmäßige und feste Früchte, transportfest
KoronaFragaria x ananassa ‘Korona’Mitte JuniJakurze aber üppige Ernte, spitze mittelgroße Früchte, nicht wuchernd
PolkaFragaria x ananassa ‘Polka’Mitte JuniJaglänzende dunkelrote Früchte, hoher Ertrag, gleichmäßiger Wuchs
SonataFragaria x ananassa ‘Sonata’Mitte JuniJagleichmäßige Früchte mit guter Haltbarkeit, saftig-süßer Geschmack, geeignet für kältere Regionen
Späte Sorten
Sortelat. BezeichnungReifezeitWinterhartbesondere Eigenschaft
Mieze SchindlerFragaria x ananassa ‘Mieze Schindler’Ende Juni Jasehr alte und süße Sorte, kleinfrüchtig, nicht selbstbefruchtend und braucht Bestäubersorte wie z.B. Senga®-Sengana® oder Ostara
Senga®-Sengana®Fragaria x ananassa ‘Senga®-Sengana®’Ende JuniJasüß-säuerlicher Geschmack, zum Einfrieren geeignet, robust und widerstandsfähig, starkwüchsig
SalsaFragaria x ananassa ‘Salsa’Ende JuniJasehr große hellrote aromatisch Früchte, schnellwachsend
SymphonyFragaria x ananassa ‘Symphony’Ende JuniJamittelgroße bis große feste Früchte, gut geeignet für kühle Regionen und schlechte Böden
Immertragende Sorten

 

Sortelat. BezeichnungReifezeitWinterhartbesondere Eigenschaft
DiamantFragaria x ananassa ‘Diamant’Mitte Juni bis SeptemberJaHängeerdbeere für Ampeln aber auch zum Klettern fürs Spalier
Hummi®Fragaria x ananassa ‘Hummi®’Mitte Juni bis SeptemberJasüß-säuerlicher Geschmack, Hängeerdbeere für Ampeln aber auch zum Klettern fürs Spalier
OstaraFragaria x ananassa ‘Ostara’Mitte Juni bis SeptemberJasehr winterhart, robust und wohlschmeckend, wüchsig
WalderdbeereFragaria VescaMitte Juni bis September Jawilde Erdbeere mit kleinen aber sehr süßen Früchten für den Halbschatten, Blätter können für Tee genutzt werden
Die besten Reifezeiten und Sorten

Welche Erdbeersorte für den Einzelnen in Frage kommt hängt stets von den persönlichen Bedürfnissen, dem Platz, den klimatischen Bedingungen und dem eigenen Geschmack ab. Der Sinn der unterschiedlichen Reifezeiten liegt darin, die Erntezeit zu verlängern oder die Ernte zu bestimmten Zeitpunkt einzufahren. Wer das ganze Jahr über reichlich Erdbeeren ernten, selber essen und verschenken will ist gut beraten, Pflanzen aus allen drei Reifezeiten anzupflanzen. Wer die Ernte nur zu einem bestimmten Zeitpunkt möchte, weil beispielsweise bis dahin andere Ernten im Garten die Aufmerksamkeit erfordern oder klimatische Bedingungen wie Früh- und Spätfröste die Blüte und damit Ernte gefährden könnten, sollte sich je nach Region für mittlere oder späte Sorten wie “Korona” und “Senga®-Sengana®” (bei Spätfrostgefahr) und für frühreife Sorten (bei Spätfrostgefahr) entscheiden. Bei der Früh- und Spätfrost gefährdeten Regionen  eignen sich immertragende Sorten wie “Ostara” am Besten. Als Spätfrost bezeichnet man kurzfristige Wintereinbrüche im Frühling wie etwa im Alpenvorland oder an der tschechischen Grenze. Als Frühfrost hingegen bezeichnet man kurzfristige Wintereinbrüche im Herbst. Das “Problem” bei den frühen, mittleren und späten Sorten liegt darin, dass sie in kurzer Zeit riesige Erträge bringen, denen man alleine oft nicht gewachsen ist. Da hilft irgendwann nur noch das Verschenken, nachdem man den Vorratsschrank schon mit Marmelade, Kompott sowie den Kühlschrank mit Kuchen und gefrorenen Erdbeeren gefüllt hat und mit dem Frischverzehr nicht mehr hinterher kommt. Ist die Erntezeit der frühen, mittleren und späten Sorten gekommen kann das mitunter ganz schön stressig sein. Und so schnell wie die Erntezeit gekommen ist, geht sie dann auch wieder und dann steht man plötzlich ohne Erdbeeren da, wenn man gerne noch Welche gehabt hätte.

Ganz anders sind da die immertragenden (=remontierende) Sorten, zu denen auch die Walderdbeere gehört. Sie bringen nach den ersten Frösten im Frühjahr die ersten Blüten und Früchte bis zu den ersten Frösten im Herbst. Sie versprechen keine so extrem hohe Ernte wie die der frühen, mittleren und späten Sorten, dafür aber eine gleichmäßige Ernte bei gleichbleibender Qualität. So kann man die ganze Zeit über immer wieder Erdbeeren für den Frischverzehr oder die Verarbeitung ohne Stress Ernten und Genießen. Unter anderem aus diesem Grund und aus unserer Erfahrung heraus haben wir uns dazu entschieden nicht unzählige Erdbeersorten anzubieten, sondern nur Diejenigen die auch im Sinne der Natur natürlich und beständig sind, wie etwa die Walderdbeere und die Erdbeersorte “Ostara”. Diese beiden Sorten haben sich über die Jahre als wohlschmeckend, robust und sehr beliebt gezeigt und können wir deshalb guten Gewissens weiterempfehlen, anbauen und verkaufen – wobei es von der Walderdbeere im Handel sogar noch weitere Züchtungen mit rosa Blüten, gefüllten Blüten und weißen Früchten mit Ananasgeschmack gibt, die wir jedoch aus Prinzip weder gutheißen noch anbieten. Irgendwann ist es mit dem Züchten auch genug. Wir glauben, dass man nicht hunderte Sorten braucht, sondern nur die “Richtigen” – oftmals sind es traditionelle und alte Sorten, die sich über die Jahre mehrfach bewährt haben.

Pflanzenarten im Verkauf

Wer sich im Handel nach Erdbeeren umsieht stößt nicht nur auf verschiedenste Sorten, sondern auch auf unterschiedliche Pflanzenangebote die sich in ihrer Qualität ebenfalls nochmals unterscheiden. Bei der örtlichen Gärtnerei des Vertrauens (insb. bei Gärtnereien mit biologischem Anbau) selbst herangezogene Pflanzen sind oftmals in der Qualität deutlich besser als Pflanzen aus dem Baumarkt (auch wenn man es manchmal nicht gleich auf Anhieb sieht) und von Discountern oder bekannten Firmen, die – wenn auch über Umwege –  mit Monsanto in Verbindung stehen (diese Firma dürfte jedem ein Begriff sein, wenn man zu “Glyphosat” oder genmanipulierten Hybridzüchtungen recherchiert). Da gibt es die einzelnen Jungpflanzen für einen angemessenen Preis, die Jungpflanzen in 6er oder 10er Trays im Super-Sonderangebot, die wurzelnackten Jungpflanzen zum Mega-Sparpreis und dann gibt es die sog. Frigo-Pflanzen, welche sich seit kurzem bei Gartenfreunden großer Beliebtheit erfreuen. Die meisten Erdbeer-Jungpflanzen werden künstlich in Gewächshäusern “hochgepusht” und dann in den Handel geschickt damit man sie im Frühjahr schon als stattliche Pflanze verkaufen kann, obwohl die Pflanzen in der Natur eigentlich noch gar nicht soweit wären.  Solche Pflanzen müssen sich erst mit den Jahren ans Klima gewöhnen und sind anfälliger, verkaufen sich jedoch besser da sie schöner aussehen, als eine kleine vom Frost leicht zerfledderte Pflanze, die gerade erst erwacht und austreibt dafür aber robuster ist.

Die günstigen Jungpflanzen in den Trays sind vom Handel eigentlich nur für eine Saison gedacht (auch wenn die Pflanzen als winterhart und mehrjährig verkauft werden), denn sie sind so günstig, dass die Verbraucher sie das nächste Jahr wieder kaufen werden, weil sich dadurch eine Menge Arbeit sparen (insb. was Winterschutz und Pflege der Pflanzen angeht). Sicher ist hin und wieder einmal eine qualitativ gute Pflanze dabei, es ist aber eher die Ausnahme. Es tut uns immer wieder in der Seele weh, wenn wir im Discounter oder Baumarkt sehen wie herzlos die Pflanzen (egal ob Kräuter, Blumen oder Erdbeeren) behandelt und präsentiert werden. Nicht selten stehen sie direkt am Eingang wo Zug herrscht, es wird das Gießen vergessen oder zu gut damit zu gemeint, sodass die Pflanzen Mehltau bekommen oder ertrinken. Am Ende will solche Pflanzen keiner mehr haben und sie werden einfach weggeworfen. Ein großer Verlust ist es für den Handel nicht, sie sind so günstig, dass man sie einfach wieder neu einkauft oder schmerzlos darüber hinwegkommt. Schließlich werden die Pflanzen, die nicht verkauft werden ja ebenso entsorgt – auch wenn sie völlig gesund sind. Klassische “Einweg-Pflanzen” eben. Ein weiterer Grund warum man Pflanzen besser in einer Gärtnerei einkauft und nicht im Bau- oder Supermarkt. Bei uns werden in der Saison nicht verkaufte Pflanzen einfach weiterkultiviert, geteilt, die Ableger für neue Pflanzen genommen und auch wieder überwintert bis sie ihr neues Zuhause gefunden haben.

Frigo Pflanzen

Neben den vielen klassischen Jungpflanzen im Handel sowie den Gärtnereien gibt es neuerdings die sog. Frigo-Pflanzen. Das Wort “Frigo” ist Französisch und bedeutet “Kühlschrank”, es leitet sich vom lateinischen “frigere” und “frigeo” ab, was  so viel wie “kalt sein” bedeutet.

Als Frigo-Pflanzen werden speziell bearbeitete Erdbeerpflanzen bezeichnet, die schon im selben Jahr nur 10 Wochen nach der Pflanzung Früchte tragen sollen. Sie sind unschlagbar günstig und bringen nach dem Pflanzen gleich Blüten und Früchte. Was sich zunächst schön und verführerisch anhört, hat natürlich auch seinen “Preis” – sowohl materieller als auch nicht materieller Natur. Optisch unterscheiden sich die Frigo-Pflanzen von normalen Jungpflanzen aus herkömmlichen Anbau sehr, da Frigo-Pflanzen keinen Austrieb haben, da sich dieser erst nach dem Einpflanzen entwickelt. Die Anbau-Methode der Frigo-Pflanzen – sofern man das überhaupt als Anbaumethode bezeichnen kann – ist aber mehr als fragwürdig und widerspricht absolut unserer Auffassung dass die Pflanze ein denkendes und fühlendes Lebewesen und mit Mutter Erde verbunden ist. Um sog. “Frigo-Pflanzen” zu produzieren werden Erdbeerpflanzen verschiedenster Sorten im Winter zwischen Ende November und Februar gerodet (d.h. die Blätter werden gestutzt), sodass nur noch das “Herz” und die Wurzel übrig bleiben woraufhin dann dieser “Pflanzenrest” bei Minus 1 bis Minus 2 Grad in künstlichen Kühlhäusern gelagert wird. Der “Sinn” dahinter: Der Pflanze soll ein künstlicher Winter vorgegaukelt werden, indem sie nicht erfrieren und die Blüte für das nächste Jahr anlegen kann (was sie in natürlicher Umgebung erst viel später tun würde). Nach dieser künstlichen Winterruhe werden die Pflanzen dann aus den Kühlhäusern geholt, im Handel verkauft und zwischen März und Juni sofort eingepflanzt.

Da die Verbraucher nicht gerne warten und am Besten sofort ohne viel Arbeit die Erdbeeren pflücken wollen kommen die neuen Frigo-Erdbeeren dieser Nachfrage scheinbar sehr entgegen. Die ganze Sache hat allerdings noch einen Haken: Frigo-Pflanzen liefern zwar schnell Ertrag, die Ernte fällt in den ersten beiden Jahren aber eher bescheiden aus. Um zumindest eine geringe Ernte im zweiten Jahr zu vermeiden, sollte man im ersten Jahr die Blüten bei den Frigo-Pflanzen komplett kappen und die Frigo-Erdbeeren erst im zweiten Jahr blühen lassen. Am Ende hat man mit den Frigo-Erdbeeren dann anstatt Geld und Zeit auch ungewollt die einst so hoch gelobte schnelle Ernte gespart. Es bleibt also dabei: Ohne Fleiß kein Preis – das ist ganz besonders beim Gärtnern der Fall. Mit Frigo-Pflanzen gibt es – nüchtern und sachlich betrachtet – also überhaupt keinen Vorteil.

Um das Ganze zu Versinnbildlichen: Das Pflanzenwesen schläft in einem “Labor” (=Kühlhaus) und wird dort gefangen gehalten bis es dann unsanft aus dem Bett gleich zur Präsentation in den Verkauf auf den Markt “geschmissen” wird. Unter sanftes Aufwachen aus dem Winterschlaf verstehen wir etwas Anderes. Ja auch das kann Gartenanbau sein, auch wenn uns diese Methode widerstrebt und sich unserem Verständnis entzieht, was das noch mit Garten und Natur zu tun hat. Das ist wieder einmal der klassische “Erwerbsgartenbau”, wo der Gewinn zählt und nicht die Pflanze, die nur Ware ist. Und als wäre das nicht genug, kann man solche Pflanzen noch als “Bio” etikettieren und verkaufen. Mal ganz außer Acht gelassen, dass diese Anbau-Methode nichts mit biologischem oder natürlichem bzw. naturnahem Gärtnern zu tun hat und der Pflanzenseele kein Respekt gezollt wird, finden wir den ökologischen Fußabdruck doch auch sehr bedenklich, wenn man an die Kühlhäuser denkt, die eigentlich nicht benötigt werden, da wir ja in Deutschland einen Winter haben, und die daher unnötig Strom verbrauchen. Ob dann Atom- oder Ökostrom für die Kühlhäuser bezogen wird spielt dann eigentlich auch keine Rolle mehr, weil es das ganze Prozedere auch nicht schöner oder grüner macht. Hier zeigt sich wieder einmal, dass ein günstiger Preis oftmals auch eine unerwünschte Nebenwirkung hat, die man nicht wirklich mitkaufen möchte und eigentlich auch nicht gutheißt, wenn man die Hintergründe kennt. Erdbeeren um jeden Preis? Das muss jeder für sich entscheiden, wir sagen auf jeden Fall “Nein” zu zum Trend der Frigo-Erdbeeren und bleiben beim klassischen Freilandbau.

Unsere Pflanzen stammen nicht aus dem Gewächshaus oder dem Frigo-Anbau, sondern ganz traditionell aus dem Freilandanbau: Dadurch sind die Erdbeerpflanzen robuster, treiben aber etwas später aus als im Gewächshaus – so wie es in der Natur auch üblich ist. Es kann daher sein, dass die Pflanze beim Kauf im Frühling noch recht klein ist, was jedoch kein Mangel ist, da die Pflanze in diesem Fall gerade erst erwacht und behutsam von ihrem neuen Besitzer geweckt und im neuen Zuhause willkommen geheißen werden will. Sie wird im Laufe der Saison zu einer stattlichen Pflanze mit großen Blättern heranwachsen, noch im selben Jahr Früchte tragen und spätestens im Folgejahr schon die ersten “Kinder” hervorbringen (und das ganz ohne Frigo-Methode).

Pflegetipps aus eigener Erfahrung

Während der Blüte und insb. bei der Fruchtbildung sollten die Erdbeerpflanzen regelmäßig gegossen werden und die Erde leicht feucht sein um Blütenendfäule zu vermeiden. Um Mehltau zu verhindern, sollte immer direkt an die Wurzel gegossen werden, sodass Blätter, Blüten und Früchte nicht nass werden. Gegossen werden sollte im Sommer möglichst nur morgens, damit die Pflanzen bis zum Abend abtrocknen können. Dies vermeidet oder mindert Pilz- und Schneckenbefall, denn beide lieben es feucht und dunkel (Schnecken sind nachtaktiv). Bei der Fruchtbildung empfiehlt es sich Stroh unter die Früchte zu legen, damit die Früchte, wenn sie wachsen und schwerer werden nicht auf die Erde herunterhängen und zu faulen beginnen (=Grauschimmel).

Ein oder zwei Knoblauchzehen zwischen die Erdbeeren gepflanzt halten Blattläuse fern, stärken die Abwehrkräfte der Pflanze und wirken vorbeugend gegen Pilzerkrankungen. Duftveilchen (Viola odorata) zwischen Gartenerdbeeren oder Walderdbeeren gepflanzt verstärken das Aroma der Erdbeeren. Beim Pflanzen der Erdbeeren empfiehlt sich das Mischen von Hornspäne, Hornmehl oder Kompost in die Erde und später (insb. bei einsetzender Fruchtbildung) eine regelmäßige organische Düngung mit Flüssigdünger (etwa alle 2 bis 4 Wochen). Je mehr Kalium der Dünger hat, desto besser übrigens, denn das ist gut für die Früchte. Hierzu kann auch handelsüblicher Tomatendünger entfremdet und genutzt werden da er dieselben wichtigen Inhaltsstoffe besitzt, die auch für Tomaten bei der Fruchtbildung wichtig sind (insb. Kalium).

In der Mischkultur kann die Erdbeere nicht nur mit Duftveilchen angebaut werden sondern auch mit einigen anderen Pflanzen. Borretsch beispielsweise fördert den Blütenansatz und die Fruchtbildung und Schnittlauch wirkt wie Knoblauch die Pflanze stärkend und abwehrend auf Pilzsporen und Krankheiten. Ringelblumen wehren Nematoden sowie Drahtwürmer ab und ziehen Insekten an, die Kamille wiederum wirkt “heilend” und vitalisierend auf die Erdbeerpflanze. Auch die Mischkultur mit Feldsalat hat sich bewährt. Zwiebeln und Tagetes zwischen den Erdbeeren halten Schnecken fern. All diese Pflanzen sind sozusagen “gute Nachbarn”. Ungünstig wirkt sich hingegen die Mischkultur von Erdbeeren mit Kartoffeln, Kohl, Bohnen, Tulpen und Radieschen aus. Diese Pflanzen sind nämlich “schlechte Nachbarn” und eine gemeinsame Kultur sollte vermieden werden.

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